Die Weihnachtsgewürze

Gewürze

Unvorstellbar! Macht nicht gerade der herrliche Duft die weihnachtliche Stimmung auf den Weihnachtsmärkten, Adventsfeiern und auch im gemütlichen Zuhause aus? Was wäre der Glühwein ohne Anis und Nelken oder die Weihnachtsbäckerei ohne Zimt und Vanille? Die typischen Gewürze verleihen jedoch nicht nur die nötige Stimmung, sondern sind auch noch gesund für Körper und Empfinden. Daher sind sie auch außerhalb der Weihnachtszeit bestens zu empfehlen.
Unter Gewürzen versteht man die aromatischen Teile einer (getrockneten) Pflanze, wie deren Beeren, Knospen, Wurzeln und Rinden.

Gewürze gehörten schon im Mittelalter zu den wertvollsten Handelsgütern.
Sie wurden sogar seiner Zeit in Gold aufgewogen. Vor allem Pfeffer und Safran gehörten einst zu den teuersten Gewürzen.
Später waren die Apotheker für den Handel mit Gewürzen und Kräutern zuständig, da sie neben dem Aroma beim Backen auch gesundheitlichen Nutzen besitzen. Zum Beispiel verwendete man sie bei Verdauungsstörungen, Magen-Darm Erkrankungen, Blähungen sowie zur Sekretionsförderung. Auch heute gibt es in Apotheken fast alle Gewürze, und sie werden als Naturheilmittel stetig eingesetzt. Der Unterschied zu den Küchengewürzen aus dem Supermarkt liegt in der Qualität und Dosierung.

Wir stellen nun zehn Gewürze vor, welche Wirkung sie haben und wo sie in unserer Weihnachtsküche keinesfalls fehlen sollten:

ZIMT

Zimt

Zimt ist mit Abstand das bekannteste Weihnachtsgewürz und ist zum Beispiel in Zimtsternen, Bratäpfeln und Glühwein enthalten.
Es ist sowohl als Pulver erhältlich, das sich für Süßspeisen und Gebäck verwenden lässt, als auch als Stangen. Stangen-Zimt wird vor allem beim Aufkochen von Gerichten und Getränken wie Glühwein verwendet, um ihnen eine spezielle Note zu verleihen.
Zimt wird besonders gerne in Kombination mit Äpfeln und Birnen verwendet.

ANIS (STERNANIS)

Anis

Anis hat ein süßlich-würziges Aroma. Es wird nicht nur in Süßspeisen (z.B. Anisplätzchen, Lebkuchen, Pfeffernüsse und Springerle) verwendet. Auch in Möhren- oder Rotkohl-Gerichten sorgt es für eine interessante, süßliche Note.
Anis wird in der Medizin und Heilkunde verwendet, da seine ätherischen Öle krampf- und schleimlösend wirken. So setzt man es häufig bei Magen-Darm-Problemen, Blähungen und Erkältung ein.
Eine Messerspitze Anis in warmer Milch mit Honig hilft übrigens beim Einschlafen.

KARDAMOM

Kardamom

Kardamom stammt aus Indien und ist ein wichtiger Bestandteil im bekannten indischen Chai-Tee. Es verleiht den Gerichten eine leicht orientalische Note. Daher sollte man in der Weihnachtsbäckerei nicht zu viel davon nehmen.
Bei uns wird Kardamom gerne im Lebkuchen verwendet, ist aber auch in anderen Süßspeisen, Heißgetränken, Fleisch- & Fischgerichten sowie süßlichen Gemüsegerichten zu finden.

KORIANDER

Koriander

Koriander gehört zu den ältesten Gewürzen. Es in Form von Samen (kleinen Kügelchen) oder gemahlen als Pulver erhältlich.
Koriander ist zu Weihnachten vor allem in Lebkuchen und Spekulatius eine wichtige Zutat. Neben anderen Süßspeisen wird er aber ebenso gerne vielen herzhaften Gerichten beigefügt, wie Rotkohlgerichten, Eintöpfen und Fleischspeisen.
Auch der Koriander hilft durch sein Duftöl, Verdauungsstörungen, Magenkrämpfe und Appetitlosigkeit zu lindern.

VANILLE

Vanille

Vanille ist wohl eins der beliebtesten Aromen und wird auch als Königin der Gewürze bezeichnet.
Sie wird neben diversen Plätzchen der Weihnachtszeit, wie Vanillekipferln, auch sehr häufig in Süßspeisen und -getränken zugefügt.
Vanille wird aus den Schoten einer bestimmten Orchideenart gewonnen.
Es gibt das Gewürz als ganze Schoten, als reines Pulver, mit Zucker gemischt oder als flüssiges Aroma zu kaufen. Da echte Vanille relativ teuer ist, wird auch künstliches Vanillearoma namens Vanillin angeboten. So enthält Vanillezucker einen Anteil echte Vanille, während Vanillinzucker mit künstlichem Aroma versetzt wird.

MUSKATNUSS

Muskatnuss

Muskatnuss ist zu Weihnachten unerlässlich. In größeren Mengen hat sie eine leicht aphrodisierende und narkotische Wirkung.
Es gibt Muskat als Kern und als Muskatblüte. Beide werden in der Weihnachtszeit zum Würzen verwendet. Muskat ist der Kern einer Frucht, die das Muskat wie einen Aprikosenkern mit Fruchtfleisch umgibt. Die Muskatblüte, auch als Macis bekannt, werden Sie für den letzten Schliff Ihrer Lebkuchen, des Grogs oder des Glühweins benötigen. Es gibt das Gewürz auch als Pulver zu kaufen. Jedoch ist dieses durch den zu milden Geschmack für die Weihnachtsküche nicht zu empfehlen.
Muskat wird vor allem für Gewürzkuchen und Muffins verwendet, im Glühwein oder in anderen herzhaften Speisen wie Spinat- oder Kartoffelgerichte.

NELKEN

Nelken

Die Nelke oder Gewürznelke ist ebenfalls als ganze Blüte und als Pulver erhältlich und wird aus dem Nelkenbaum gewonnen. Die Gewürznelke hat einen leicht bitteren und damit stark würzenden Geschmack, weshalb Sie mit ihr recht sparsam umgehen sollten.
Für die Weihnachtsküche wird Nelke gerne in Apfel- und Birnenfüllungen verwendet und ist ein fester Bestandteil im klassischen Lebkuchen. Gewürznelken helfen bei Schleimhautentzündungen. Sie wirken antimikrobiell, krampflösend und schmerzstillend.

INGWER

Ingwer

Ein besonders wichtiges Weihnachtsgewürz ist der Ingwer.
Er wird aus den Seitenwurzeln der Ingwerpflanze gewonnen und ist sowohl gemahlen als auch in Stückchen, kandiert oder in Sirup eingelegt, erhältlich. Ingwer wird häufig in Tees, Suppen und herzhaften, vor allem asiatischen Gerichten verwendet. Aber auch als Weihnachtsgewürz ist er sehr beliebt.
Es gilt zudem als Heilmittel bei Appetitlosigkeit und Magen-Darmbeschwerden und fördert die Verdauung.

PIMENT

Pigment

Piment wird auch das Allgewürz genannt.
In gemahlener Form vorliegend, heißt er auch Nelkenpfeffer. Der Pfeffer wird meist für Lebkuchen, Honig- und Pfefferkuchen sowie Spekulatius benötigt und darf in keiner Weihnachtsbäckerei fehlen.
Piment fördert die Produktion von Magensäften und hilft bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen.

SAFRAN

Saffron

Safran ist wohl mitunter immer noch eins der teuersten und wertvollsten Gewürze.
Es besteht aus kleinen Stempelfäden der Blüte, die getrocknet als Gewürz verwendet werden. “Safran macht den Kuchen gehl“ – das stimmt. Durch die erhaltenen Carotinoide, vor allem Crocin, färbt er das Gebäck meistens goldgelb. Zudem dient Safran wegen seinem bitter-herben, scharfen Aroma auch gerne als Gewürz von herzhaften Speisen wie Risotto und Paella.

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