Fermentierte
Faszinationen

Was einst bloß dazu diente, Lebensmittel haltbar zu machen, ist lägst zum internationalen Foodtrend gereift: das Fermentieren.

Spitzenköche zaubern so wahre Geschmacksexplosionen. Und wir wollen da natürlich auch mitmischen.

Komm mit auf eine kulinarische Reise in die authentische Vergangenheit.

Köstliche Rezepte dazu und viele mehr findest du in unserem neuen Kochbuch „Selbst gemacht! Eingekocht und eingelegt“

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Was blubbert da?

Wir haben unsere Rezeptentwicklerin Michaela zum Interview gebeten. Was genau ist Fermentieren und was passiert dabei mit meinem Gemüse?
„Das Prinzip des Fermentierens von Gemüse ist ganz simpel und eine der ältesten Methoden um Lebensmittel lange aufbewahren zu können. Am einfachsten ist die wilde Fermentation. Als Basis dafür dienen hochwertiges Gemüse – am besten Bio, unbehandeltes Salz und sauberes Wasser. Die wilde Fermentation basiert bloß auf den Milchsäurebakterien, die von Natur aus auf unseren Lebensmitteln vorkommen. Die Milchsäurebakterien benötigen dafür keinen Sauerstoff, daher ist die Lake so wichtig. Bei Sauerkraut wird das Kraut so lange geknetet bis ausreichend Zellwasser austritt. Und unter dieser Lake passiert dann die Fermentation. Bildlich gesprochen naschen die Milchsäurebakterien die Kohlenhydrate und dabei entsteht Milchsäure und Kohlendioxid. So wird das Gemüse sauer – der ph-Wert sinkt – und es wird dadurch haltbar.“ Wie lagere ich meine Fermente richtig?
„Zu Beginn der Fermentation sollte es so ca. 18-23 °C haben, je wärmer es ist, umso schneller läuft der Prozess ab. Wenn es dann fertig ist, am besten im Kühlschrank lagern, oder in einem kühlen (max. 10°C) Keller.“ Ist fermentiertes Gemüse gesund für den Körper?
„Oh ja. Regelmäßig und in kleinen Mengen genossen, sind Fermente eine Wohltat für die Darmflora. Die Bakterien eines Ferments sind in der Lage, zahlreiche Vitamine zu produzieren. Aber auch der verfügbare Mineralstoffgehalt steigt in einem Ferment an. Durch die Milchsäuregärung wird Phytinsäure abgebaut und die ungebundenen Spurenelemente sind für uns besser verfügbar – deshalb ist etwa auch Sauerteigbrot so empfehlenswert. Fermente unterstützen den Darm beim Aufbau einer gesunden Darmflora und stärken das Immunsystem.“ Wie bist du zum Fermentieren gekommen? Was interessiert dich daran besonders?
„Eingekochtes und Eingelegtes ist schon seit Jahren mein großes Hobby. Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, Gemüse ganz ohne Zucker haltbar zu machen. Vor ca. 4 Jahren bin ich dann auf die Möglichkeit des Fermentierens in Bügelgläsern gestoßen. Das geht so einfach, und man kann fast alles damit lange Zeit haltbar machen. Es ist auch genial, wenn man Gemüsereste hat und keine Zeit oder keine Lust (was sehr sehr selten vorkommt) zu kochen hat. Und nebenbei ist es wohltuend für die Verdauung und die Lebensgeister.“ Eines von Michaelas Lieblingsrezepten ist übrigens unser selbst gemachtes Sauerkraut, für welches wir hier eine Anleitung für euch haben. 

Selbst gemachtes
Sauerkraut

Sauer macht lustig!

Vor allem dann, wenn bereits das Einkochen des Sauerkrauts so große Freude bereitet.

Warum das so ist? Es gelingt ganz leicht!

Lass dich einfach Schritt für Schritt durch das Rezept leiten. Bis zur finalen
Freude – wenn du dein Werk am Teller genießt!

Zur Anleitung

Bereits über 130 Jahre überzeugen unsere Produkte Millionen von Familien durch ihre überlegene, innovative Technik und ihre sprichwörtlich lange Lebensdauer.